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Down ? Syndrom ? Was ist das? Print E-mail
Saturday, 21 April 2007

Das Down Syndrom ist eines der verbreitetsten angeborenen Syndrome. Menschen mit Down-Syndrom haben in jeder Körperzelle 47 statt der üblichen 46 Chromosomen. Das Chromosom 21 ist dreifach vorhanden, deshalb spricht man auch von einer Trisomie 21.

Man findet Menschen mit Down-Syndrom überall auf der Welt, von den Eskimos bis zu den Bantus, von den Südseeinsula¬nern bis zu den Mongolen. Alle drei Minuten kommt ein Baby mit Down Syndrom zur Welt, insgesamt leben weltweit zirka fünf Millionen Menschen mit Down-Syndrom. Die Häufigkeit des Auftretens ist dabei mit etwa 1 auf 800 Geburten überall gleich. In Deutschland werden jährlich zirka 1200 Kinder mit Down Syndrom geboren.

Erste Beschreibung durch Dr. Langdon Down
Der englische Arzt John Langdon Down (1828 1896) war der Erste, der im Jahre 1866 ausführlich Menschen mit den "klassischen Merkmalen" dieses Syndroms beschrieb. Wie viele Wissenschaftler sei¬ner Zeit war er dabei beeinflusst durch Darwins Evolutionstheorie. Danach glaubte er, dass der Zustand, den wir heute Down Syndrom nennen, die Rückverwand-lung in einen primitiveren Rassentyp darstellte. Wegen des leicht asiatischen Aussehens prägte er den Begriff "Mongolis¬mus" und nannte den Zustand unzutreffenderweise "mongoloide Idiotie".

Vom Mongolismus zum Begriff Down Syndrom
Die rassische Folgerung ist also völlig falsch, deshalb sollte unbedingt auf den Begriff "mongoloid" verzichte werden. Ein anderer Grund ist, dass die Volksrepublik Mongolei schon 1965 die Weltgesundheitsorganisation bat, den Namen ihres Volkes nicht länger auf diese Art und Weise zu missbrauchen.
Außerdem sind Begriffe wie mongoloid und alle ihre Ableitungen (wie Mongo etc.) sehr negativ besetzt und gefährden die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber Menschen mit Down Syndrom, sie können Erwartungshaltung und Bildungsangebot negativ beeinflussen und stehen deshalb Menschen mit dem Down-Syndrom bei der Entfaltung ihrer Kompetenzen im Wege.

Down Syndrom und Förderung
Es gibt heute viele spezielle Förderungsmöglichkeiten und das Therapieangebot für Kinder, Ju-gendliche und Erwachsene mit Down Syndrom ist sehr vielfältig. Von Geburt an wird ihre Entwick-lung gezielt durch Frühförderung, Krankengymnastik, Logopädie, Ergotherapie und vieles mehr begleitet, um ihnen beste Entwicklungschancen und damit die Aussicht auf ein möglichst selbst-bestimmtes Leben zu geben.

Last Updated ( Saturday, 21 April 2007 )
 
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